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25.05.2006 00:40
| Die Idioten von der Feuerwehr |
|  | Stellen Sie sich einmal vor, dass Sie an einer Hauptverkehrsstraße wohnen. Nachts um drei Uhr fährt die Feuerwehr mit ihren freiwilligen und somit "unbezahlbaren Helfern mit Folgetonhorn an Ihrem Haus vorbei.
Sie werden sofort wach und denken eventuell: "Hoffentlich kommen die noch rechtzeitig?, oder: "Na ja wenn´s pressiert müssen die ja mit Blaulicht und Folgetonhorn fahren., oder aber (am wahrscheinlichsten): "Müssen diese Idioten denn wieder so einen Krach machen? Aber haben Sie auch schon einmal daran gedacht, dass diese Feuerwehr-leute vor fünf Minuten noch genauso friedlich in ihrem Bett schlummerten wie Sie und dass diese Feuerwehrleute auch um sechs Uhr früh wieder zu ihrer täglichen Arbeit müssen? Dass diese Feuerwehrleute, wenn sie nach zwei oder drei Stunden wieder ins Bett fallen, sowieso nicht mehr schlafen können, weil man halt nicht so gut schläft, wenn man gerade einen Menschen aus einem brennenden Haus oder verunfallten Fahrzeug gerettet hat? Wahrscheinlich werden Sie aber sowieso nicht wach, weil unsere Fahrer aus Rücksicht auf Sie trotz Eile das Folgetonhorn auslassen, oder weil Sie nicht an einer Hauptstraße wohnen. Dann haben sie Glück und brauchen sich nicht über die "Idioten von der Feuerwehr aufregen. Außerdem denken die inzwischen fast schon selbst:"Warum mache ich IDIOT das eigentlich??? |
| Feuerwehrmann du hast keine Chance |
|  | Wenn wir mit 60 km/h durch die Straßen fahren, sagen die Leute: "Schaut euch die rücksichtslosen Spinner an."
Wenn wir im Verkehrsstau 60 Sekunden lang aufgehalten werden, sagen sie: "Die brauchen 20 Minuten um herzukommen." Wenn wir schnell mit dem Feuer fertig werden, sagen sie: "Das war ja eh kein richtiges Feuer." Wenn wir ein Gebäude verlieren, sagen sie: "Das ist eine lausige Feuerwehr." Wenn viel Wasser benötigt wird, sagen sie: "Die richten mit dem Wasser mehr Schaden an als das Feuer selbst." Wenn wir Fenster eindrücken, um die Ventilation der Hitze bei der Brandbekämpfung zu verringern, sagen sie: "Seht euch die Kaputtmacher an." Wenn wir den Fußboden aufreißen um an den Brandherd zu gelangen, sagen sie: "Da läuft die Holzfällerbande." Wenn der Einsatzleiter weit hinten steht, von wo er seine Männer sehen und leiten kann, sagen sie: "Er hat Angst, dahin zu gehen, wohin er seine Leute schickt." Wenn ein Feuerwehrmann verletzt wird, sagen sie: "So ein leichtsinniger Bursche. Wenn er im Einsatz sein leben lässt, sagen sie zu seiner Familie: "Damit musste er rechnen als er zur Feuerwehr ging. Armer Feuerwehrmann, du kannst es niemandem recht machen! |
Gedanken eines Feuerwehr-mannes |
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Ich wünschte, du könntest meine Gedanken lesen, wenn ich zu einem entstehenden Feuer gerufen werde, "Ist es ein falscher Alarm oder ein fortgeschrittenes, atmendes Feuer? Wie ist das Gebäude konstruiert? Welche Gefahren erwarten mich? Sind Menschen eingeschlossen?"
Ich wünschte, du könntest fühlen, wie es ist, ein brennendes Schlafzimmer nach eingeschlossenen Kindern abzusuchen. Die Flammen schlagen über deinen Kopf hinweg, während des Kriechens schmerzen deine Handflächen und Knie, der Fußboden gibt unter deinem Gewicht nach, wenn die Küche unter dir zu brennen anfängt. Ich wünschte du könntest die Frustration im Führerhaus des Löschfahr-zeuges fühlen, der Maschinist drückt seinen Fuß fest auf die Bremse, mein Daumen drückt wieder und wieder den Schalter des Presslufthorns, wenn du dir vergeblich versuchst Vorfahrt an einer vorfahrtberechtigten Kreuzung zu verschaffen oder im dichten Verkehrsstau. Wenn du uns brauchst, wann auch immer es ist, deine ersten Worte nach unserem Eintreffen werden sein: "Es hat fast eine Ewigkeit gedauert bis ihr hier wart!" Ich wünschte, du könntest den unvergleichlichen Geruch von brennenden Isolierungen, den Geschmack von Ruß auf deinen Schleimhäuten, das Gefühl der intensiven Hitze, die durch deine Ausrüstung dringt, das Geräusch der lodernden Flammen und die Beklemmung absolut nichts durch diesen dichten Rauch zu sehen, nachempfinden. Ich wünschte, du könntest den Kummer des Geschäftsmannes sehen, als sein Lebenswerk in Flammen aufging oder die Familie, die nach Hause kam, nur um ihr Haus und ihre Habseligkeiten beschädigt oder sogar zerstört vorzufinden. Ich wünschte, du könntest verstehen, wie es ist, am Morgen zur Schule oder zur Arbeit zu gehen, nachdem du den Großteil der Nacht, heiß und wieder nass durchgeschwitzt, bei einem Großfeuer verbracht hast. Ich wünschte, du könntest meine Gedanken lesen, wenn ich helfe, eine junge Frau aus den zertrümmerten Resten ihres Wagens zu ziehen, "Was wäre, wenn es meine Schwester, meine Freundin oder eine Bekannte ist? Wie werden ihre Eltern reagieren, wenn vor ihrer Tür ein Polizist steht, der seine Mütze in den Händen hält?" Ich wünschte, du könntest verstehen, wie es ist, einen alten Freund zurückzuhalten, der mit ansehen muss, wie sein bester Kumpel in den Rettungswagen getragen wird, und du weißt genau, daß er nicht angeschnallt war. Ich wünschte, du könntest wissen, wie es sich anfühlt, nach Hause zu kommen, meine Eltern und Familie zu begrüßen, aber nicht das Herz zu haben ihnen zu erzählen, dass ich beinahe von meinem letzten Einsatz nicht zurückgekommen wäre. Ich wünschte, du könntest die physische, emotionale und mentale Belastung von stehengelassenem Essen, verlorenem Schlaf und verpasster Freizeit vorstellen, zusammen mit all den Tragödien, die meine Augen gesehen haben. Ich wünschte du könntest die Kameradschaft und die Befriedigung, Leben gerettet oder jemandes Eigentum geschützt zu haben, erfahren, da zu sein zur richtigen Zeit am richtigen Ort, in der Gefahr oder aus der Hektik und dem Chaos heraus Ordnung zu schaffen. Solange du dieses Leben nicht durchgemacht hast, wirst du niemals wirklich verstehen oder einschätzen können, wer ich bin, was wir sind oder was unsere Arbeit wirklich bedeutet. |
| Tag eines Feuerwehr-mannes
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|  | Da in den Medien immer von Großbränden, Verkehrsunfällen und ähnlichem berichtet wird, möchte ich ihnen die Leute näher bringen, die hinter den Kulissen die Arbeit erledigen. So könnte, und meistens ist es auch so, ein Tag im Leben eines Feuerwehrmannes aussehen.
Nach dem Spätfilm ist er um 23:00 Uhr schlafen gegangen, weil er morgen früh raus muss. Es ist 2:35 Uhr, als es auf dem Nachtkästchen unheilvoll zu piepsen beginnt. Zuerst kommt der Blick auf den Wecker, doch das kann nicht sein, er ist auf 5 Uhr eingestellt. Dann der Blick auf den Piepser: "f6 schwerer verkehrsunfall auf der a14 richtung hohenems person eingeklemmt". Auf der Fahrt zum Feuerwehrhaus merkt er, das die Straßen glatt sind. Muss es ja auch, es ist nämlich Dezember und es hat 7°C. Als er endlich eintrifft sind ein paar seiner Kameraden schon da, weitere treffen laufend ein und ziehen sich um. So, die Teled ist angezogen, die Stiefel, der Helm, jetzt noch die Handschuhe und ab ins Fahrzeug. Ein Blick in die Runde - wir sind komplett. Auf der Anfahrt ist es ruhig im Wagen, jeder hängt seinen eigenen Gedanken nach. Was ist passiert? Wie viele Verletzte gibt es? Jetzt kann man schon die Lichter der anderen Organisationen sehen, Notarzt und Gendarmerie sind bereits anwesend. Nach dem Eintreffen erkundet der Einsatzleiter die Lage und bespricht sich kurz mit dem Notarzt. Nun erteilt er seine Befehle: Die Person ist aus dem Wrack zu schneiden und das ausgelaufene Motoröl zu binden, außerdem muss ein dreifacher Brandschutz aufgebaut werden. Er steht ganz vorne und muss jetzt die verletzte Person aus dem Auto holen. Als er die Windschutzscheibe heraus nimmt, sieht er zum ersten mal das Gesicht des Verletzten. Es ist eine junge Frau, vielleicht 20 Jahre alt, ihr Gesicht ist Blut verschmiert, sie jammert und weint wegen der unerträglichen Schmerzen. Ein Feuerwehrsanitäter ist durch die hintere Tür auf der Beifahrerseite in das Wrack geklettert und bleibt während der Arbeiten bei der Verletzten im Wagen. Nun nimmt er den hydraulischen Rettungssatz und beginnt, die Fahrertür heraus zu nehmen. Durch den Platzgewinn kann der Notarzt nun einen zweiten Venenzugang legen, denn ihr Zustand verschlechtert sich Minute um Minute. Es zeigen sich nun schon erste Schweißperlen auf der Stirn unseres Feuerwehrmannes, trotz der eisigen Kälte. Doch das Dach muss auch noch entfernt werden. Er beginnt also, die Verstrebungen abzuschneiden, um dann das Dach zurück zu klappen. Als er das erledigt hat, sieht er, dass die Frau auch durch das Armaturenbrett und Lenkrad eingeklemmt ist und kann ihr den Schmerz am Gesicht ablesen. Er nimmt also den hydraulischen Stempel und beginnt leicht das Armaturenbrett und Lenkrad vom Schoß der Verletzten zu heben. Als ihr der Druck vom Becken und den Oberschenkeln genommen wird, beginnt die Frau plötzlich zu schreien. Der Rettungssanitäter drückt auf Anweisung des Arztes die Infusionsflasche zusammen, um das Volumen der Verletzten auszugleichen. Doch nun hat er es geschafft, Sie ist frei. Seine Kollegen helfen nun, dem Rettungsdienst, die Verletzte aus dem Wrack zu heben, und sie sicher im Notarztwagen einzuladen. Nun hat auch er Zeit, einmal kräftig durch zu atmen. Ihm ist gerade ein Stein vom Herzen gefallen und er ist stolz, zurecht stolz auf sich und seine Kameraden. Ein Blick auf die Uhr, es ist 3:15 Uhr. Es wird jetzt noch das restliche Öl gebunden und nachdem das Unfallfahrzeug abgeschleppt ist die Straße wieder für den Verkehr gesäubert. Als er mit seinen Kameraden einrückt ist es bereits 4:00 Uhr. An Schlaf ist jetzt nicht mehr zu denken, wenn er nach Hause kommt sind die neugierigen Fragen der Familie zu beantworten und um 6:00 Uhr muss er sowieso in die Arbeit fahren. Als er später zu Arbeit fährt, fährt er an der Unfallstelle vorbei. Nichts erinnert daran, was sich vor wenigen Stunden hier abgespielt hat. Natürlich hört er auch Radio, in den Nachrichten wird folgendes berichtet: "Heute Nacht kam es auf der A14 zwischen Dornbirn und Hohenems zu einem Verkehrsunfall, bei dem eine Person schwer verletzt wurde, sie wurde ins Krankenhaus Dornbirn eingeliefert." Unser Feuerwehrmann lehnt sich in seinen Sitz und zeigt ein kleines Lächeln auf seinem Gesicht. Mit dem Gedanken, der Frau geholfen zu haben, fährt er weiter und ist bereit für den nächsten Einsatz. Ob Brand, Verkehrsunfall oder Gefährliche Stoffe, und wenn es nur eine Katze auf dem Baum ist, auf ihn und seine Kollegen können sie sich verlassen. Er lässt Sie sicher nicht im Stich, denn er ist Feuerwehrmann! |
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